Wenn dein Mutter alt geworden,
und älter du geworden bist,
wenn ihr, was früher leicht und mühelos,
nunmehr zur Last geworden ist.
Wenn ihre lieben, treuen Augen,
nicht mehr wie einst ins Leben seh’n,
wenn ihre Füße, kraftgebrochen,
sie nicht mehr tragen woll’n mein geh’n.
Dann reich ihr deinen Arm zur Stütze,
geleite sie mit froher Lust,
die Stunde kommt, da du sie weinend
zum letzten Gang begleiten musst.
Und fragt sie dich, so gib ihr Antwort,
und fragt sie wieder, sprich auch du,
und fragt sie nochmals, steh’ ihr Rede,
nicht ungestüm, …in sanfter Ruh!
Und kann sie dich nicht recht verstehen,
erklär ihr alles frohbewegt,
die Stunde kommt, die bitt’re Stunde,
da dich ihr Mund nach nichts mehr frägt.

(unbekannter Autor)

Heimweh, wonach?

Wen ich Heimweh sage, sag ich Traum. Denn die alte Heimat gibt es kaum.

Wenn ich Heimweh sage,

mein ich viel:

Was uns lange drückte im Exil.

Fremde sind wir nun im Heimatort.

Nur das Weh , es blieb.

Das Heim ist fort.

 

 

 

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